Inhalt:Der kleine Billy (Joe King) ist stinksauer, als ihm sein Vater Stan (Tom Atkins) eines der geliebten Comichefte wegnimmt und hinaus in die Mülltonne expediert. Doch es ist Halloween , und so geht zumindest ein Teil der Flüche, die Billy seinem Alten zudenkt, in Erfüllung. Aber erstmal entblättert sich draußen das Comicheft, um uns fünf Geschichten zu präsentieren.
1. Vatertag: Der neurotische Familienclan der Granthams hockt wie jeden Vatertag zusammen, um die Ankunft der betagten Großtante Bedelia (Viveca Lindfors) abzuwarten. Bedelia wird nachgesagt, eben an jenem Tag vor sieben Jahren sich ihres perversen Vaters (mittels eines schweren Aschenbechers entledigt zu haben. Nun kommt sie jedes Jahr, um dessen Grab mit wüsten Schmähungen zu überschütten, dabei eine Flasche Jim Beam zu lenzen und später mit der Familie Schweinebraten zu essen. Diesmal läuft’s dann mal etwas anders.
2. Mondgestalten: In Hinterwald schlägt ein Meteorit ein, den der unterbelichtete Farmer Jordie Verrill (Stephen King) zu Geld machen will. Leider hat die auf der Erde gelandete Lebensform aber andere Pläne.
3. Videospiele: Richard Vickers (Leslie Nielsen), passionierter Videofreak, kommt seiner Frau (Gaylen Ross) drauf, die mit dem jungen Harry (Ted Danson) ein munteres Knatterverhältnis unterhält. Er entsinnt einen teuflischen Plan, um die Beiden um die Ecke zu bringen - bei größtmöglicher Unterhaltung für ihn selbst, versteht sich. Doch manchmal kommen sie halt wieder ;-).
4. Expedition ins Tierreich: Mike Garrison (Don Keefer), Hausmeister an einer Universität an der Ostküste, entdeckt unter einem Treppenabsatz eine Kiste aus dem Jahr 1834, Mitbringsel einer vergessenen Arktisexpedition. Zusammen mit Prof Dexter Stanley (Fritz Weaver) wird das Schatzkästlein geöffnet, worauf dessen Inhalt schon lange gewartet hat. Ein Reißwolf ist nix dagegen, liebe Freunde.
5. Insektenspray: Zeit seines Lebens hat der Industrielle Upson Pratt (E. G. Marshall) Käfer zerquetscht, wie er seine geschäftlichen Konkurrenten scherzhaft zu nennen beliebt. Nun leidet der ausgewiesene Pedant und Reinlichkeitsfanatiker unter einer Kakerlakenplage in seiner eigentlich völlig sterilen und hermetisch abgeriegelten Penthouse-Wohnung. Und dann fällt auch noch der Strom aus.
| Zitate:Stan: „Wenn ich dich noch einmal dabei erwische, wie du eine dieser ekelhaften Schwarten liest, wirst du eine Woche nicht mehr sitzen können.“ (Viele leidgeprüfte, ehemals minderjährige Comic-Leser werden sich wahrscheinlich in abgeschwächter Form ebenfalls solchen Anfeindungen ahnungsloser Eltern ausgesetzt gesehen haben)
Billy: „Ich hoffe, du verfaulst in der Hölle.“ (Klingt ohnmächtig, ist es hier aber nicht ;-))
Wilma (Adrienne Barbeau): „Ein Grundstück in einer Universitätsstadt zu kaufen tut genauso weh als wenn man in den Arsch gefickt wird.“
„Wenn man Sie so ansieht, könnte man denken, Ihnen ist ein trockener Furz durchs Gehirn gefahren.“ (Studi Charles (Robert Harper) zum völlig aufgelösten Professor Stanley)
| Die Kritik des Gunslingers: George Romero verfilmte fünf Kurzgeschichten von Stephen King, der auch das Drehbuch verfasste. Der Streifen geriet zu einer liebevollen Verneigung vor den EC Comics, die zwischen den 40er- und 60er-Jahren die amerikanische Jugend mit knallbunten Pulp-Geschichten um Horror, Science Fiction und Crime versorgten. Wer erinnert sich nicht auch gerne an den Ramsch, der nicht nur in solchen Heften zu bestellen war: von der Röntgenbrille über Muskeltrainer bis hin zur Voodoo-Puppe. Für alle die, bietet der Streifen ein Füllhorn an Schmunzlern an. Inhaltlich vom Hocker reißt bis auf die teilweise sehr schöne Geschichte 3 keine der Episoden, was IMO sehr schön die Schwäche Kings auf dem Gebiet der Kurzgeschichte aufzeigt: Seine Stärken liegen ganz klar auf der längeren Strecke. Was den hauptsächlichen Reiz dieses Streifens ausmacht, ist seine optische Gestaltung. So startet und endet jede Geschichte als Comicbild oder einzelne Sequenzen sind in gezeichnete Bilderrahmen gestellt, die an die Panels in den Comicheften erinnern. Als weitere optische Inspirationsquelle sind Horror- und SF-Streifen aus den vergangenen 30 Jahren zu identifizieren, natürlich vom Entstehungsjahr 1982 aus gesehen. Dazu serviert Romero noch ein paar kleine, augenzwinkernde Splattereien. Ein weiteres Plus sind die Darsteller, die alle mit viel Spaß bei der Sache waren und dadurch den schwarzhumorigen Touch der Geschichten noch verstärken. Hervorzuheben sind für mich besonders Leslie Nielsen als Fiesling und Adrienne Barbeau als völlig überdrehte Proll-Schlampe, die ihren Ehemann (Hal Holbrook) gnadenlos zur Schnecke macht.
| Rating: $$$$- (Trash: $$$$$)
| Splatter:5/10
| Trailer:by DIOTD2008
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| OT: Creepshow
AT: Stephen King’s Creepshow Die unheimlich verrückte Geisterstunde
Jahr: USA 1982 R: George A. Romero B: Stephen King K: Michael Gornick M: John Harrison D: Leslie Nielsen, Fritz Weaver, Harry Holbrook, Adrienne Barbeau
Quelle: TV (Tele 5)
|  | Feine Optik: Joe King quält sein Voodoo-Püppchen in realitas ...
|  | ... und als Comic-Charakter
|  | Das TV-Programm hält man nur total immobilisiert aus: Leslie Nielsen, Ted Danson
|  | Hal Holbrook zeigt Adrienne Barbeau den doppelten Windsor
|  | Hal Holbrook, gefangen im Panel
|  | Augen essen auch mit.
|  | | Tom Savini, der hier auch die SFX verantwortete, und Marty Schiff genießen erbauliche Lektüre | |