Das Haus an der FriedhofmauerThis is a featured page


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Inhalt:

Der New Yorker Historiker Norman Boyle (Paolo Malco) erhält einen Ruf an eine Uni in der neuenglischen Provinz. Er soll dort die Nachfolge eines Profs antreten, der unlängst ob Daseinsüberdrüssigkeit zum Strick gegriffen hat. Doch Boyle ficht dies nicht an: Mit Frau Lucy (Catherine McColl) und Sohn Bob (Giovanni Frezza) macht er sich auf die Socken und mietet sich der Einfachheit halber gleich im Haus des vorzeitig Verblichenen ein. Dieses entpuppt sich als abgelegenes architektonisches Monstrum, das Gattin Lucy gleich auf die ohnehin angeknacksten Nerven geht, zumal Sohnemann Bob fortwährend mit einem Mädchen kommuniziert, das ununterbrochen Warnungen vom Stapel lässt. Der Haken: Das Mädel namens Mae (Silvia Collatina) ist für alle anderen unsichtbar. Während Boyle sich in die Arbeiten seines Vorgängers vertieft, die sich um den ersten Besitzer des Hauses (Giovanni de Nava) drehten, einen verschrobenen Chirurgen des 19. Jahrhunderts, der bizarre Menschen-Experimente trieb, häufen sich im Haus seltsame Ereignisse: Geräusche aus dem verschlossenen Keller, Leute verschwinden, der Angriff einer blutgierigen Fledermaus, der Schädel des entbeinten Kindermädchens poltert die Kellerstiege hinab. Aber der Keller hält noch einige schöne Überraschungen bereit.


Zitate:

„Ich hab das Gefühl, dass in diesem Haus furchtbare Dinge passiert sind.“ (Yep, Lucy)

„Hier unten ist jemand, Mama!! Er kommt, um mich zu holen, Mama!!“ (Bob: Kindermund tut Wahrheit kund)


Die Kritik des Gunsingers:

Fulcis Stärke ist nicht das Erzählen von Geschichten, sondern das Erzeugen von Stimmungen. Hier haben wir einen unausgegorenen Cocktail aus Old-Dark-House-Filmen, Vampirismus, Frankenstein und Shining, mit einem Ende, das sich in Mystizismus flieht, anstatt aufzulösen. Wahrscheinlich hatte der Meister selbst keine Idee, wie das Ganze über Andeutungen hinaus zu motivieren wäre. Dafür gibt’s eine Reihe gepfefferter Gore-Effekte und ein schönes Zusammenspiel von Kamera und düsterem Orgel-Elektro-Score, der zusätzlich noch Kinderschreie und Geräusche kombiniert. Das Ergebnis ist eine schaurige Atmosphäre, die bei der Stange hält. Mit hat zudem der schon fast klassische, für den Restfilm eigentlich weitgehend bedeutungslose Einstieg sehr gut gefallen, in dem ein junges Pärchen nach vollzogener Knatterei – warum eigentlich gerade in einem übelst beleumundeten Haus? - in anderen Körperflüssigkeiten zu baden hat. Wer hat das Gematsche eigentlich vor dem Einzug der Boyles weggemacht? Die Maklerin betont nämlich, sie hätte auf das Reinigen des Hauses verzichtet. Also: Kann, muss man aber nicht.


Rating: $$$+


Splatter:

9/10
OT: Quella Villa accanto al Cimitero

Jahr:
I 1981
R, B:
Lucio Fulci
B:
Dardano Sacchetti, Giorgio Mariuzzo
K:
Sergio Salvati
M:
Walter Rizzato
D:
Paolo Malco, Catherine McColl, Giovanni Frezza, Silvia Collatina

Quelle: DVD (Laser Paradise)


Das Haus an der Friedhofmauer - Film Maniax
Das Haus an der Friedhofsmauer ...


Das Haus an der Friedhofmauer - Film Maniax
... ist nicht unbedingt "heimelig" zu nennen


Das Haus an der Friedhofmauer - Film Maniax
Was willst du mit dem Beile? Sprich! Catherine McColl und Paolo Malco





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