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Inhalt:

Auch in San Francisco sind zu Beginn der 70er Jahre die Zeiten von Love, Peace and Happiness vorüber, wie Lieutenant Virgil Tibbs (Sidney Poitier) und sein Kumpel, Inspector Jack Pecora (Gerald O'Loughlin), feststellen müssen. Die Bullen sollen einen nächtlichen Einbruch in eine Möbelfabrik aufklären, bei der die Täter augenscheinlich nix gestohlen, wohl aber den Geschäftsführer (Johnny Haymer) verbleit haben.
Die Polizei tappt im Dunkeln, doch Tibbs ahnt, dass die Möbelfabrik augenscheinlich ein tieferes Geheimnis birgt. Überraschende Hilfe erhält er dann von den Tätern höchst selbst: Es handelt sich um eine Gruppe von sechs Sportlern, Klerikalen und Ex-Pushern, die dem Drogenhandel im Allgemeinen und einem weltweit operierenden Rauschgiftsyndikat im Speziellen auf die Finger klopfen wollen. Dieses unterhielt in der Möbelfabrik ein Heroin-Zwischenlager, aus dem der Stoff ins ganze Land ging. Zwar geben die Aktivisten zu, H im Wert von vier Millionen Dollar geklaut zu haben, nicht aber am Mord schuldig zu sein. Tibbs soll ihnen nun im Kampf gegen die Gangster und bestechliche Bullen beistehen.
Der brave Familienvater lehnt zwar erstmal ab, wird aber weich, als sich ein hoher, mutmaßlich korrupter Beamter (Mark Tapscott) des Drogendezernats in einer Tiefgarage die Lampe ausbläst. Von nun an heißt es: Virgil Tibbs und sechs Amateure gegen das Syndikat, das allein schon aus Respekterhaltsgründen den dreisten Diebstahl nicht auf sich sitzen lassen kann und die Polizei, die von Tibbs’ Doppelengagement nüscht erfahren darf. Das riecht nach harten Bandagen, und genau diese legen alle Beteiligten an.


Die Kritik des Gunslingers:

Dritter Streifen um den wieder durch Sidney Poitier verkörperten schwarzen Polizisten Virgil Tibbs, der allerdings deutlich hinter dem Erstling „In der Hitze der Nacht“ zurückbleibt. Teil 2 habe ich, glaube ich, immer noch nicht vergustiert.
Während „In der Hitze ...“ die Thrillerhandlung gegenüber dem Rassismus-Plot und damit dem Aufeinandertreffen von Sidney Poitier und Rod Steiger in den Hintergrund treten lässt, gelingt es hier nicht, einen entsprechenden Strang einzuziehen. So bleibt der Konflikt zwischen Tibbs und seinem pubertierenden Sohn ziemlich blass, obwohl er vielleicht das Zeug gehabt hätte, ein glaubwürdiges inhaltliches Gegengewicht zum Krimi zu bilden. Der Streifen spricht die Gefahren des Drogenkonsums an und die Ohnmacht der Polizei gegen die multinationalen Verbrecher-Konzerne oder eben ihre Verstrickung in den Rauschgifthandel, doch tut er dies für meinen Geschmack zu schulmeisterhaft. So stattet das Buch beispielsweise die Charaktere der Aktivisten mit deutlich schablonenhaften Lebensläufen aus: Da gibt es das Mädchen mit der drogenabhängigen kleinen Schwester, den Vietnamveteranen, der aus Frust über die kalte Schulter der Nation kriminell wurde, oder den Pfarrer des Problemviertels, der seine Schäfchen in einem Meer wohlfeiler Erfrischungen untergehen sieht.
Nun ja: Regisseur Don Medford hat bei seinen seltenen Ausflügen aus der Fernsehserie ins Kino grundsolide Arbeit geliefert. Ich erinnere nur an „Leise weht der Wind des Todes“. So haben wir auch hier einen insgesamt unterhaltsamen, actionhaltigen Thriller mit einem wieder fabelhaften Sidney Poitier. Der zurückhaltende Score dreht immerhin im Titelthema auf und liefert dort eine jazz-funkige Instro-Mischung ab.



Rating: $$$+ ('n Halber extra für Sidney)


Splatter:

2/10


Trailer:

by streetwalkincheeta
OT:
The Organization

Jahr:
USA 1971
R:
Don Medford
B:
James R. Webb
K:
Joseph Biroc
M:
Gil Mellé
D:
Sidney Poitier, Barbara McNair, Gerald O’Loughlin, Fred Beir

Quelle: TV (ARD)


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Hmm, lecker: Ron O'Neal, Alan Garfield und Raul Julia machen erstmal Brotzeit


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Karoshi American Style: Graham Jarvis, Gerald O'Louglin und Sidney Poitier


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Fred Beir gibt die Einkaufsliste durch


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... und ja keine Flecken auf den Trench machen: Sidney Poitier



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