Die Rache des weißen IndianersThis is a featured page


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Inhalt:

Ein Goldfund reißt die Familie des kleinen Jonathan Kowalski (Igor Alimov) ins Verderben: Gangster tüten Pa und Ma ein und rauben das Gold; Jonathan bleibt als Waise zurück. Der treibt sich zuerst mit einem kleinen, mutterlosen Bärenjungen rum, bis er sich einem Indianerstamm anschließt. Als Erwachsener (Franco Nero) trennt sich Jonathan von den Indianern, um Rache für seine Eltern zu nehmen. Jahre später, in denen er gelernt hat, dass Gewalt scheiße ist, kehrt er zu seinen Leuten zurück und legt sich sofort mit weißem Gesindel unter Führung des Revolverhelden Maddock (David Hess) an. Doch Maddock, der ein verkacktes Städtchen mit dem euphemistischen Namen Gold City kontrolliert, ist erst der Anfang. Richtig übel wird’s, als der Geschäftsmann Fred Goodwin (John Saxon) mit seiner Gang auf der Bildfläche erscheint und die Zügel an sich reißt. Goodwin möchte mit Hilfe des Gold-City-Lumpenpacks die reichen Erdölvorkommen ausbeuten, die unter dem Indianerland lagern. Jonathan sucht zuerst nach einem friedlichen Weg der Konfliktlösung. Doch Goodwin ist nicht nur ein gewalttätiges Schwein, sondern darüber hinaus auch am Mord an Jonathans Eltern beteiligt gewesen. Die daraus entstandene Lage erfordert zwingend ein reinigendes Bleibad.

Zitate:

„Pech gehabt Kowalski: Wie kann man nur so dumm sein und so viel Gold finden?“ (Killer sozusagen posthum zu Jonathans Vater)

„Hey, du, los, komm her und und sammel die Leichen ein!“ (Weißhaariger Killer (Ennio Girolami) nach getaner Arbeit zu einem Stadtbewohner)


Die Kritik des Gunslingers:

Fast 20 Jahre nach „Keoma“ taten sich Castellari und Nero wieder für einen Western zusammen, und wenn man ehrlich ist, fiel ihnen dafür nicht viel neues ein. Formal erzählt der Film seine ähnliche Geschichte mit ähnlichen Stilmitteln, übernimmt ganze Einstellungen aus dem Vorgänger. So setzt Castellari wieder auf Zeitlupe in etlichen Actionszenen, wenn auch nicht so exzessiv wie bei „Keoma“. Hier wie dort vorhanden ist auch das speziell eingesetzte Stilmittel „Rückblende“, bei dem Castellari Vergangenheit und Gegenwart parallel in einer Szene ablaufen lässt. Folterung und Kreuzigung Jonathans kommen dem geneigten Zuseher ebenfalls seeeehr bekannt vor. Jonathan selbst erscheint nicht nur vom Outfit her, sondern auch mit seiner in Jahren der Abwesenheit und der mit ihr verbundenen Gewaltausübung erreichten Weisheitsstufe wie ein Wiedergänger Keomas.
Ist ja alles erstmal per se kein Nachteil: Was wirklich nervt, ist die aufgepappte Naturmystik sowie die ausgewalzte Geschichte um Kumpel Bär, die nicht nur das Tempo verschleppt, sondern manchmal geradezu naiv rüberkommt. Ebenfalls ungewöhnlich für einen Italowestern ist die klare, nicht unbedingt geglückte Gut-Böse-Zeichnung der Charaktere: Indianer = gut, weise, tolerant, im Einklang mit der Natur lebend; Weiße = gierig, gewalttätig, rassistisch, potenziell faschistisch (in Gestalt von Gaspar (Rodrigo Oregon) und seinem uniform angezogenen Haufen). Außerdem ist Franco Nero ganz klar zu alt für seine Rolle, so dass die Geschichte auch vom zeitlichen Ablauf her eine Schieflage hat.
Klasse sind allerdings Kameraarbeit und Atmo. Gelungen ist der Score: Hier gemahnt mich die Figur des bänkelsingenden Musikanten (Clive Riche) stark an Bob Dylans Sänger aus „Pat Garrett jagt Billy the Kid“. Doch Sam Peckinpah ist ja eh’ ein erklärtes Vorbild Castellaris.

Rating: $$$+


Bodycount:

ca. 60, 1e Frau

Explizite Brutalitäten:

- Goodwins Männer lassen Jonathan mittels Pferden durch den Matsch schleifen, bevor sie ihn an einer Kirche kreuzigen

Liebe:

Jonathan und seine junge Squaw (Melody Robertson) lassen’s unterm Büffelleder jucken: 3/10

Splatter:

0/10

Trailer:

by jonathanorsi
OT:
Jonathan degli Orsi


Jahr:
1993 (I/Rus)
R, B:
Enzo Girolami ("Enzo G. Castellari")
B:
Franco Nero, Lorenzo de Luca
K: Mikhail Agramovic
M: Clive Riche, Alexander Biliaev, Fabio Constantino, Knifewing Segura
D: Franco Nero, Knifewing Segura, John Saxon, Ennio Girolami

Quelle: TV (Tele 5)

David Hess, Clive Riche
David Hess scheißt Clive Riche gleich in den Hut

John Saxon
John Saxon hat ausnehmend gute Laune ...

Ennio Girolami, Bobby Rhodes
... im Gegensatz zu Ennio Girolami und Bobby Rhodes...

Victor Gainov
...sowie Victor Gainov

Franco Nero
Franco Nero hängt zum Ausmiefen an der Kirche


Die Rache des weißen Indianers - Film Maniax
Franco Nero und Floyd Westerman sind naturverbunden



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