Doc West – Nobody ist zurückThis is a featured page


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Inhalt:

Doc West („Terence Hill“) hat seit vielen Jahren das Skalpell eingetauscht gegen Pokerkarten und Colt: Damals hatte er versucht, im Suff eine junge Mexikanerin zu operieren. Schlechter Versuch, das. Nun reist er als professioneller Kartenhai durch die Lande und überweist jeden Monat Pennunzen an die kleine Tochter seines Opfers, die behütet in einem Mädchenpensionat an der Ostküste aufwächst.
Der ansonsten recht entspannte Doc wird allerdings ungehalten, als zwei Banditen das Postamt von Santa Fé überfallen, wo er gerade seine monatlichen Alimente abgereicht hat. Im Zuge seiner Verfolgung erreicht er den kleinen Weiler Holy Sand. Hier lässt er sich auf eine Pokerpartie mit ein paar Halsabschneidern ein, die er gehörig ausnimmt. Des Falschspiels bezichtigt, fährt er erstmal ein, entdeckt aber in Sheriff Basehart (Paul Sorvino) einen Seelenverwandten. Basehart erkennt die ehrliche Haut und lässt West kurze Zeit später laufen.
Währenddessen bahnt sich in Holy Sand ein Krieg an zwischen Großrancher Mitchell (Boots Southerland) und der Farmersfamilie Baker, die ihre Scholle nicht freiwillig verlassen möchte. Um blutige Raufhändel zu vermeiden, schlägt Doc West ein waffenloses Stellvertreter-Duell vor: Jede Partei stellt drei Kombattanten, die sich so lange hauen, bis ein Sieger feststeht. Gesagt, getan, und auch für Doc West ist die Zeit gekommen, eine Entscheidung zu fällen. Außerdem ist da ja noch der gestohlene Zaster aus Santa Fé.


Zitate:

Jack Baker (Linus Huffman): „Die Besten gehen immer zuerst.“ – Sheriff: „Ja, und deswegen werdet ihr Beiden für lange Zeit hier bleiben.“ (Die Bakers fahren gerade ein, während der Doc entlassen wird)

Die Kritik des Gunslingers:

Tja, wer hätte das gedacht, dass sich Terence Hill mit rund 70 Lenzen noch einmal in den Staubmantel und auf den Sattel schwingt. Zwar drehte man fürs Fernsehen – hier ist „Doc West“ erster Film eines Mehrteilers – und nicht in Almeria, sondern in New Mexico; aber das muss ja erstmal nix Schlechtes bedeuten.
Gleich vorausgeschickt: Wer hier einen waschechten Spaghettiwestern erwartet und – verführt vom deutschen Untertitel – gar ein Wiederauferstehen des „Trinità“-Charakters, kann diese Erwartungen gleich im Holster stecken lassen. Der vor allem mit amerikanischen Darstellern realisierte Streifen wartet zwar mit der grandiosen Landschaft New Mexicos auf, hat aber ansonsten einen eher staubfreien, US-amerikanischen Look. Die Story ist aus verschiedenen bekannten Versatzstücken zusammengeschustert. Der so kompilierte Plot rutscht zwar reibungsfrei durch, bremst sich aber selbst immer wieder ein wenig aus mit den beiden romantischen Nebensträngen. So kommt West der verwitweten Lehrerin Denise (Clare Carey) auf Eintopfdistanz nahe, und auch bei Millie Mitchell (Mary Petruolo) und Burt Baker (Micah Alberti) ist Amor nicht untätig geblieben. Maurizio de Angelis serviert einen streicherdominierten Orchesterscore mit einem Leitthema, das seine Westernnähe erst offenbart, wenn es ein einsames Banjo darbietet. Erst im Titelsong erkannte ich die Handschrift des guten Maurizio.
Was den Streifen aber dennoch sehenswert macht, ist die Darbietung Terence Hills, der, ähnlich wie „George Hilton“, erst in Rollen abseits des schlagkräftigen Schlitzohrs seine wahre Klasse zeigt. Dank Hill, der sein Alter nicht verleugnet, durchzieht den Film eine sympathische Melancholie. Zwar kann der West noch kräftig hinlangen, wenn’s drauf ankommt. Doch ist der Lausbub nicht mehr unverwundbar. So setzt ihn beispielsweise ein Unfall beim Training der Baker-Fraktion richtig außer Gefecht. Ein paar milde Scherze, wie der Baker-Buddy Larry (Gianni Biasetti) mit seinen unglaublichen Nehmerqualitäten, werden gleich mit eingerührt.


Rating: $$$+



Bodycount:

1 Gringo


Explizite Brutalitäten:

Nada


Liebe:

Es schnackelt zwischen Denise und West sowie Millie Mitchell und Burt Baker: 2/10

Splatter:

1/10


Spezialitäten:

Der Doc und Sheriff Basehart entdecken einen Sack voller Gemeinsamkeiten: Beide sind professionelle Kartenspieler, passionierte Teetrinker und schwärmen für warmen Apfelkuchen


Trailer:

by Elizabeth2700grind
OT:
Doc West

Jahr:
I 2009
R:
Giulio Base, Mario Girotti („Terence Hill“)
B:
Marcello Olivieri, Luca Biglione
K:
Massimiliano Trevis
M:
Maurizio de Angelis
D:
Terence Hill, Paul Sorvino, Clare Carey, Alessio di Clemente

Quelle: DVD (Sunfilm). Dank fürs Rezi-Exemplar!


Doc West - Film Maniax
Ole Blue Eyes: Mario Girotti


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Paul Sorvino kühlt mehrere Mütchen


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Und was is' mit Teeee? Clare Carey und Mary Petruolo haben immer Zeit für ein Tässchen

Doc West - Film Maniax
Und das nächste Mal benutzt du die Klobürste: Boots Southerland, Alessandro di Clemente


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Hauptsache, die Dunstkiepen kriegen nix ab: Micah Alberti, Linus Huffman, Gianni Biasetti, "Terence Hill", denn ...


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... Alessandro di Clemente macht nur ungern halbe Sachen


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Noch'n Teller gebackene Bohnen und die Gitterstäbe gehen von alleine fliegen


Doc West – Nobody ist zurück - Film Maniax
Als Kofferträger machen Linus Huffman und Micah Alberti eine etwas unglückliche Figur





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