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Inhalt:

Was macht ein Studi, um ein langweiliges Philosophie-Seminar durchzustehen? Richtig: erstmal ein Kippchen oxidieren. Genauso hält's auch Filmstudent Stephen (Jackson Rathbone), der während seiner Rauchpause Quaid (Shaun Evans) kennenlernt. Stephen ist fasziniert von dem etwas sinistren Philosophie-Studenten, der in seiner Freizeit großformatige, wahnsinnsumflorte Frauenbilder malt.
So lässt er sich auf ein gemeinsames Projekt ein: eine „Furcht-Studie“, in der freiwillige Probanden vor laufender Kamera von ihren tiefen und geheimen Ängsten berichten sollen. Nachdem Stephens Kommilitonin Cheryl (Hanne Steen) als Cutterin gewonnen ist, kann's losgehen. Doch Quaid ist nach den ersten Sessions not amused: Zu banal erscheinen ihm Schilderungen von Angst vor Feuchtigkeit oder „Micky-Fick-mich-Maus“.
Während Stephen und Cheryl die Studie lediglich als Seminarprojekt sehen und zum Abschluss bringen wollen, will Quaid mehr. Er selbst durchleidet nämlich seit seiner Kindheit blutrünstige Alpträume und Visionen, seit dem er das Abschlachten seiner Eltern durch einen nie gefassten Killer mitansehen musste. Nur mit einem Sack voll Pharmazeutika kann er den Anschein der Normalität aufrecht erhalten. Mithilfe der Furcht anderer hofft er nun, sein eigenes Trauma zu überwinden. Nachdem also das Trio im Streit auseinander gegangen ist, macht Quaid alleine weiter … auf der nächsten Ebene, in der er seine Testobjekte mit ihrer „Bestie“ konfrontiert.


Zitate:

„Die Furcht Anderer aus sicherem Abstand mitzuerleben, ist die ungefährlichste und cleverste Methode, der eigenen Bestie zu begegnen.“ (Quaid legt seine wissenschaftlichen Basics dar)

Die Kritik des Gunslingers:

Anthony DiBlasi war bisher hauptsächlich als Produzent und ausschließlich an filmischen Adaptionen von Kurzgeschichten Clive Barkers beteiligt. Konsequenterweis' wählte er sich auch für sein eigenes Regie-Debut eine Vorlage des Meisters. Und er hat seine Sache fein gemacht.
Von Anfang an schafft der Streifen auch durch seine Rück- und Vorblenden eine Atmosphäre, in der selbst bei seinem eher harmlosen Beginn ein latent ungutes Gefühl mitschwingt. Dieses manifestiert sich spätestens dann massiv, als Quaid konsequent dran geht, seine wirklichen Ziele umzusetzen. Zwar geht es dem Film nicht darum, das Phänomen „Angst“ auf psychologischer Ebene zu bearbeiten, was man ihm durchaus ankreiden kann, doch visuell funktioniert das Ganze hervorragend. Düstere Bilder, sparsam eingesetzte Gore-Effekte und eine wirklich grausliche Ekelszene, die selbst dem Gunslinger hart ankam ;-), lassen den Film wirklich unangenehm unter die Haut gehen. Dazu kommt das im positiven Sinne unschöne Finale. Die Schauspieler, allesamt eher unbeschriebene Blätter, machen ihre Sache gut. Besonders gefallen hat mir hier die Nordirin Laura Donnelly als hübsche, aber durch ein riesiges Geburtsmal gehandicappte und entsprechend verunsicherte Abby.


Rating: $$$$


Splatter:

6/10

Trailer:

by TheaterCreeper
OT:
Dread

Jahr:
GB 2009
R, B:
Anthony DiBlasi
K:
Sam McCurdy
M:
Theo Green
D:
Jackson Rathbone, Shaun Evans, Hanne Steen, Laura Donnelly

Quelle: DVD (Sunfilm) Dank fürs Rezi-Exemplar!


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