Heute ich … morgen duThis is a featured page


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Inhalt:

Im Knast zu sitzen und noch dazu unschuldig … das kann einen ganz schön runterziehen. Diese bittere Erfahrung macht auch Bill Kiowa (Brett Halsey), der seine Zeit im Bau allerdings gewinnbringend nutzt, um sich mit einem selbstgebastelten Holzrevolver zum Revolverschwinger hochzutrainieren. Nach fünf Jahren kommt er frei, rachedürstend, denn das Verbrechen, dessen er beschuldigt wurde, nämlich den Mord an seiner Frau (Dana Ghia), hatte selbstredend ein anderer begangen: James Elfego (Tatsuya Nakadai), ein übler Bursche, der noch übleres Gesindel um sich gescharrt hat und mit Raub und Mord nicht unbedingt zur Erbauung seiner Umwelt beiträgt. Kiowa ersteht mit seiner letzten Kohle eine anständige Wumme, die er direkt vor dem Waffenladen an zwei Halsabschneidern ausprobiert, die ihm „etwas ausrichten“ wollen. Nach Beseitigen der beiden Zusteller, holt er sich seine Ersparnisse bei einem alten Kumpel ab und kauft sich für Stücker 10.000 Dollar vier schwere Jungs („Bud Spencer“, William Berger, Wayde Preston, Franco Borelli aka „Stanley Gordon“), die ihn bei seinem Rachefeldzug unterstützen sollen. Am Ende wird abgerechnet, und sage mir niemand, das Hantieren mit Holzwaffen sei für die Hose.

Zitate:

„Das ist ein Kanönchen. Davon werde ich mir noch ein paar kommen lassen.“ (Waffenhändler (Teodoro Corrà), nachdem Kiowa vor dem Laden den Beweis für die Funktionsfähigkeit des erstandenen Arbeitsgeräts angetreten hat)

„Dann stimmt’s, was unsere Alte gesagt hat: Die Dicken stinken wie Pumascheiße.“ – „Yeah! Die verpesten nur die Luft und schnüffeln überall rum.“ (Dialog zweier Banditen, bevor für sie die Lichter ausgehen)

„Merk dir gut: So ein Mädchen heiratet man nicht. Sowas benutzt man und wirft es weg.“ (Elfego zu Kiowa, nachdem er eben das mit dessen Frau getan hat)


Die Kritik des Gunslingers:

Western bekannter Bauart – Held sammelt mit Kohle oder aufgrund alter Freundschaft Gehilfen ein, die ihm beim Ausführen eines Plans (großer Coup, Rache, etc. ) unterstützen – der aufgrund seiner Ausführung aber überdurchschnittlich ist. Regisseur Tonino Cervi hat ein gutes Ensemble um sich gescharrt, aus dem insbesondere der Japaner Tatsuya Nakadai hervorragt: auf seltsame Art melancholisch, sadistisch, völlig durchgeknallt. In seinen besten Momenten erinnert mich seine Performance an den großartigen Peter Lorre. Die anderen Darsteller bleiben da naturgemäß zurück: Halsey als passabler Django-Wiedergänger, Spencer als gutmütiger, schlagkräftiger Dicker und William Berger als schlitzohriger Zocker-Dandy mit schneller Kanone punkten noch am ehesten, während Preston und Borelli kaum Chancen kriegen, Farbe zu zeigen.
Atmosphärisch ist der Film für meinen Geschmack zu uneinheitlich: Besonders der Herbst-Wald, in dem die Bandidos sozusagen ihr privates Vietnam erleben, wirkt so, als rumpelt jeden Moment ein Traktor, beladen mit Baumstämmen durchs Bild.
Schön dagegen die zynische Grundstimmung, in der vor allem die Behörden ihr Fett wegkriegen: wie der gelangweilte Gefängnisdirektor oder der Sheriff, der nach einer Schießerei im Saloon der Bequemlichkeit halber auf Ermittlungen verzichtet: „Ich bin gar nicht hier gewesen“ oder Sheriff Milton (Preston), der kurzerhand einem Knacki seinen Stern anpappt und ihn zum Hilfssheriff vereidigt, um Kiowas lukrativem Jobangebot nachkommen zu können.
Der Score weist ein schön euphorisches, trompetenbefeuertes Titelthema auf und bietet in weiten Teilen düster-psychedelische Orgel-Percussions-Passagen.

Rating: $$$+


Bodycount:

ca. 40

Explizite Brutalitäten:

- Kiowa und O’Bannion (Spencer) kriegen von den Banditen ordentlich die Hucke voll
- Elfego vergewaltigt Kiowas Frau und erschießt sie anschließend kaltlächelnd. Kiowa landet dafür im Knast

Liebe:

nada

Splatter:

3/10

Spezialitäten:

-Milton besitzt eine extrem kurzläufige Winchester, die er anstelle eines Colts im Holster führt
- Elfego zerhackt gerne Leute mit einer riesigen Machete, die er wie ein Samurai-Schwert führt


Trailer:

(by Mart85)



OT:
Oggi a me … domani a te!

AT:
Ein Stoßgebet für einen Hammer
Der Dicke ist nicht zu bremsen

Jahr:
1968 (I)
R, B:
Tonino Cervi
B:
Dario Argento
K: Sergio D'Offizi
M: Angelo Francesco Lavagnino
D: Brett Halsey, Carlo Pedersoli („Bud Spencer“), Tatsuya Nakadai, William Berger

Quelle: DVD (ems)

Teodoro Corà, Brett Halsey
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Heute ich … morgen du - Film Maniax
... und kriegt gleich Gelegenheit, die Ware zu testen

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Brett Halsey, Wayde Preston, Bud Spencer und Franco Borelli räumen auf

Tatsuya Nakadai
Tatsuya Nakadai geht Holz hacken

Brett Halsey, Tatsuya Nakadai
Brett Halsey und Tatsuya Nakadai finden Zeit für ein Männergespräch




Sargnagel
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