Inhalt:Der kleine David McLean (Jimmy Hunt), begeisterter Hobby-Astronom vor dem Herrn, beobachtet eines Nachts zufällig die Landung eines unbekannten Flugobjekts in einer großen Düne unweit der heimischen Butze. Der olle McLean (Leif Erickson) weiß, dass sein Kurzer weit davon weg ist, sich irgendwelchen Kinder-Quatsch auszudenken, und macht sich noch in nämlicher Nacht auf zum Sandberg, um Sohnemanns Angaben zu checken. Als er nach endlosen Stunden wieder auftaucht, ist er komplett umgekrempelt: ein schroffer, übellauniger Stinkstiefel, der Frau (Hillary Brooke) und Sohn wie Dreck behandelt. David beobachtet im Lauf des Tages, dass weitere Menschen verschwinden und als roboteske Unsympathen wieder erscheinen. Allen gemeinsam ist eine kleine Wunde im oberen Nackenbereich. Ist klar, dass David seine Geschichte nirgend an den Mann bringen kann: Entweder tut man sie als kindliche Fantasterei ab oder in den Schaltstellen, wie etwa bei den Cops, sitzen schon die Mutanten, welche versuchen, den Kleinen an seine Eltern auszuliefern. Einzig die junge Ärztin Doc Blake (Helena Carter) glaubt ihm nach einigem Zögern und nimmt Kontakt auf zu ihrem gemeinsamen Bekannten, dem Astronomen Ralph Kelston (Arthur Franz). Kelston erkennt die Bedrohung und verliert keine Zeit. Er mobilisiert die Armee, die mit einer Panzerkompanie anrückt, um den Sandberg hinter dem McLean’schen Anwesen auszuheben. Inzwischen haben die Eindringlinge bereits begonnen, über ihre gefügig gemachten menschlichen Helfer erste Sabotageakte zu begehen.
| Zitate:Vater McLean: „David, weißt du, wie spät es ist?“ – David: „Ja. Aber der Orion steht im Zenit; das kommt nur alle sechs Jahre vor.“ (Seufz)
Colonel Fielding (Morris Ankrum): „Panzer! Immer wieder ein imponierender Anblick für uns.“ (:-)))
| Die Kritik des Gunslingers:Auch im US-amerikanischen Kino schlug sich der eskalierende „Kalte Krieg“ zwischen UdSSR und USA in einer Reihe von Streifen nieder, die etwa die Invasion durch eine fremde Macht – bevorzugt Außerirdische – thematisierten. Ebenso wie die in den USA bis zur Hysterie gesteigerten Kommunisten-Furcht – Stichwort „Fünfte Kolonne“, die Anfang der 50er dank McCarthy und Konsorten launige Kapriolen schlug. Folgerichtig war die Basis der Invasoren nicht selten der Mars - ist ja auch so schön rot *Lach. „Invasion vom Mars“ ist einer der ersten und gleichzeitig bekanntesten Streifen, der diese Gemengelage ins SF-Kleid gewandet auf die Leinwand brachte – noch dazu in Farbe. Und er macht seine Sache gut. Besonders die erste Hälfte ist geprägt von einer Atmo, bestehend aus Paranoia und Ohnmacht. Einer der ersten Höhepunkte ist sicherlich, wie David am Tag nach der Landung verzweifelt versucht, Erwachsene als Verbündete zu gewinnen, diese ihn aber milde lächelnd abblitzen lassen oder seine bereits mutierten Eltern verständigen. Die allmähliche Unterwanderung der Gesellschaft durch fremdgesteuerte Kreaturen erinnert schwer an Filme wie „Die Körperfresser kommen“. Mit Einschalten des Astronomen geht’s dann stimmungsmäßig erstmal in den Keller: Fürchterlich ausführliche Dialoge um den aktuellen Stand der UFO-Forschung, gemischt mit abenteuerlichen Thesen über den Mars und seine Lebensbedingungen reißen den Plot erstmal aus seiner Umlaufbahn. Sobald allerdings die Sabotageakte beginnen und es ans Ausräuchern der Eindringlinge geht, ziehen Tempo und Spannung wieder deutlich an. Hier gibt’s dann auch verschärft trashige Putzigkeiten zu registrieren: wie die in seltsame Flauschi-Ganzkörperkostüme gewandeten Marsianer, deren Bewegungsmuster an das der „Mumie“ gemahnt oder der schlaue David, der ohne mit der Wimper zu zucken, außerirdische Gerätschaften bedient. Ich hatte ganz vergessen, wie nervend diese kleinen Schlauschnacker sind. Gut hat mir auch der Score gefallen, der in seinen besten Momenten sphärische Chöre, Orgel und teilweise sehr schräge Bläser aufbietet.
| Rating: $$$$- (Trash: $$$$)
| Splatter:0/10
| Trailer:by TrashTrailers
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| OT: Invaders from Mars
Jahr: USA 1953 R: William Cameron Menzies B: Richard Blake K: John Seitz M: Raoul Kraushaar D: Helena Carter, Jimmy Hunt, Arthur Franz, Morris Ankrum
Quelle: TV (Tele 5)
|  | Du liebe Güte, alles grün: Jimmy Hunt ...
|  | ... entdeckt den extraterrestrischen Ausflugsdampfer
|  | Frisch im Mutantenstadl: Hillary Brooke, Leif Erickson
|  | Haste schön gebastelt: Arthur Franz führt Helena Carter und Jimmy Hunt seine neuesten Kreationen vor
|  | Aber schlau isser!
|  | | Jimmy Hunt hat auch keine Berührungsängste vor außerirdischer Technologie | |