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Inhalt:

Jess Brayn (Karl Hirenbach) ist eigentlich ein guter Junge, doch leider schneller mit der Wumme als mit dem Hirn. So muss er sein geliebtes Kuhkaff verlassen, um etwas Gras über gewisse Dinge wachsen zu lassen. Ein paar Jahre später ist er wieder da, und zwar auf Einladung des reichen Bill Bragg (Armando Calvo). Der sucht einen verlässlichen, auf ihn gepolten Gunslinger, den er zum Sheriff des Weilers machen kann, da Amtsinhaber Clint Simpson (Luis Induni) allmählich in die Jahre kommt. Bragg liegt in Dauerfehde mit dem zweiten ortsansässigen Bonzen, Sam Rengoldt (Eduardo Fajardo), mit dem er sich um lukrative, wasserführende Grundstücke balgt. Kaum hat Brayn den Ort überhaupt betreten, als die Scheiße auch schon gewaltig anfängt zu brodeln: Attentate auf ihn selbst sowie auf Kumpels und Bekannte, die in der Regel weniger Glück haben als der plietsche Jess. Und bei allen Morden spielt ein ganz besonderes Gewehr eine Rolle, das dem finsteren Jack Bradshaw (Nello Pazzafini) gehört, Oberrabauke von Rengoldt. Doch die plumpe Verdachtslenkung lässt selbst den Dümmsten, also auch Jess, inzwischen tatsächlich Sheriff, ahnen, dass Dinge häufig anders liegen als sie scheinen.


Zitate:

Clint: „Du hast leider eine zu schnelle Hand, Jess. Verschwinde für eine Weile.“ (Pech, wenn die physische die mentale Geschwindigkeit weit hinter sich lässt)

Die Kritik des Gunslingers:

Da hätte ich mich doch fast zu einem vorschnellen Urteil hinreißen lassen. Die ersten knappen zwei Drittel des Filmes, der ein als Italowestern verkleideter Detektivfilm sein möchte, ziiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiehen sich heftig: Das ist ein Geplätscher, wie ich’s feiner nicht beim ersten morgendlichen Wasserabschlagen hinbringe. Einzig die gut gemachten Sets und die wie erwartet solide Kameraarbeit von Julio Ortas retten vorm völligen Eindösen. Doch dann, hoppla, geht’s tatsächlich noch ans Eingemachte, kommen Spannung und – ja – Dramatik ins Spiel. Als Jess nämlich in alte Verhaltensmuster zurückfällt und in blinder Wut einen wichtigen Zeugen vorschnell und vor allem völlig ungerechtfertigt umnietet, scheint des Rätsels Lösung unerreichbar zu sein. Diese wiederum kommt dann jedoch leider als an den Haaren herbeigezogener „Schattenmann“ daher, den es noch umzulegen gilt, bevor sich Jess und die „kleine“ Sheila – Marina Solinas ist für die Rolle des erblühenden Sheriff-Töchterleins definitiv zu alt – in einem völlig überzuckerten Finale auf die Reise ins Glück machen. Brechreizgefahr! Die darstellerischen Leistungen sind gut: Eduardo Fajardo fährt mit schwer gebremstem Schaum, was ihm mal gut zu Gesichte steht, während mir Nello Pazzafini als Schaf im Wolfspelz ebenfalls zusagt. Rosalba Neri, diesmal in rot, rockt natürlich wieder echt den Streifen, liebe Gemeinde. Alles in allem reicht’s dann doch noch für eine Durchschnittswertung.


Rating: $$$


Bodycount:

ca. 12 Gringos, 1 Mexikaner, 1e Frau


Explizite Brutalitäten:

Nada

Liebe:

Jess greint seiner verlorenen Liebe Fanny (Rosalba Neri) hinterher, die nun als so eine Art Luxuskurtisane zu einigem Wohlstand gekommen ist. Gleichzeitig schmeißt sich die inzwischen erwachsene Sheila mit Verve und einer gewissen Klebrigkeit an ihn ran: 2/10


Splatter:

1/10


Spezialitäten:

  • Bragg besitzt einen mit einem Revolver armierten Schmöker
  • Jess führt in seiner Dunstkiepe einen Derringer mit sich

Trailer:

by SpoonMHD
OT:
Killer, adios

AT:
Winchester, uno entre mil (I)

Jahr:
SP/I 1967
R, B:
Primo Zeglio
B:
Mario Amendola, José Mallorqui
K:
Julio Ortas
M:
Claudio Tallino
D:
Karl Hirenbach (“Peter Lee Lawrence”), Marina Solinas, Nello Pazzafini, Armando Calvo

Quelle: TV (Kabel 1)


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