Inhalt:Perry Liston (Patrick O’Neal), Reporter einer New Yorker Zeitung, landet als vermeintlicher amerikanischer Spion in einem chinesischen Folterknast. Hier drückt ihm ein sterbender Zellengenosse einen Ring in die Hand, der seinen Träger für 20 Minuten unsichtbar machen kann. Das Schmuckstück hat schon bald Gelegenheit, seine Wirksamkeit zu beweisen, und zwar vor dem Erschießungs-Peloton. Liston entwischt tatsächlich unsichtbar und gelangt mit Hilfe der schönen O-Lan (Elisabetta Wu) nach gepflegter Knatterei, versteht sich, außer Landes. Da aber O-Lan wiederum amerikanische Spionin ist, landet Liston zur Abwechslung als chinesischer Agent nun in einem amerikanischen Folterknast. Die Amis zeigen sich indes interessiert an den erstaunlichen Fähigkeiten des Journalisten, der sich – inzwischen von seiner Zeitung gefeuert – anheuern und auf den reichen Gregori Adreanu (Donald Pleasence) ansetzen lässt, der in England residiert. Adreanu nämlich besitzt ein „Geheimnis“, das die Welt an den Abgrund bringen kann. Was nun dieses Geheimnis ist, weiß zwar so recht niemand, doch Liston soll es sicherheitshalber mal für den Weltfrieden stehlen. Hilfestellung gibt dabei Arabella (Ira v. Fürstenberg), die nicht nur überaus reizend ist, sondern auch amerikanische Agentin und mit Adreanu intim bekannt. Aber nicht nur der extrem neurotische und misstrauische Adreanu und sein Hochsicherheits-Landsitz machen Probleme, sondern auch Hank (Henry Silva) und seine Freundin Tipsy (Nicoletta Machiavelli), die Liston eng an den Rockschößen kleben: Hank ist ebenfalls ein alter Knastkumpan Perrys und im Auftrag der Chinesen hinter dem unsichtbar machenden Ring her.
| Zitate:„Diese dauernden Erschießungen bringen Sie um: Ihr Herz flattert. Sie brauchen Urlaub.“ (Doktor (Jacques Herlin) zum chinesischen Gefängniskommandanten (Andy Ho))
Coolpepper (Sorell Brooke): „Sehen Sie, General: Die Schleuder funktioniert. Er hat die Wahrheit gesagt.“ – Shapiro (Howard St. John): „Schöne Schweinerei! Wenn er gelogen hätte, könnte ich ihn jetzt erschießen lassen. Jetzt muss ich mich auch noch entschuldigen.“ (Die Amis überprüfen an Liston ein bei den Chinesen gekauftes Foltergerät)
Shapiro: „Coolpepper! Geben Sie ihm Ihre Hose. Die ist sowieso Armee-Eigentum, also kann die Armee auch darüber verfügen.“ (Liston wird vor Damen wieder sichtbar)
Liston: „Kriege ich auch so geheimnisvolle Geräte mit?“ – Shapiro: „Was für Geräte?“ – Liston: „Na, Bond hatte letztens so einen Mikrosender im Zahn, um mit M Verbindung aufzunehmen.“ – Shapiro: „Wir haben einen besseren Trick: Rufen Sie mich einfach an.“ – Liston: „Geht auch.“
| Die Kritik des Gunslingers:Mitte der Sechziger tummelten sich auf Bildschirmen und Leinwänden knallharte, gewitzte Agenten, Frauenjäger vor dem Herrn und nie um einen coolen One Liner verlegen. Was James Bond ins Rollen gebracht hatte, fand überall Nachahmer, die etwas vom Rahm abschöpfen wollten und das natürlich mit möglichst geringem Budget. In diesem Zusammenhang ist auch diese quietschbunte Komödie zu sehen, eine augenzwinkernde Mischung aus Science Fiction und Agenten-Thriller. Hier wird nicht nur James Bond durch den Kakao gezogen, sondern auch genüsslich zitiert aus Einschlägigem von „Solo für O.N.C.E.L.“ bis hin zu „Der Unsichtbare“. Zusätzlich garniert ist das Ganze mit aus heutiger Sicht allerdings recht züchtigen Darstellungen von viel nackter Haut und einem dezenten 6Ts-Score, für den unter anderem Ennio Morricone verantwortlich zeichnete. Dabei gibt der Ami Patrick O’Neal mit offensichtlich viel Spaß in den Backen den Womanizer, der sobald er seinen Ring betätigt zwar unsichtbar wird, dafür aber grundsätzlich ohne Hosen dasteht, da mit der Unsichtbarkeit leider auch die komplette Dematerialisierung verbunden ist. Das kommt nicht immer ungelegen ;-), doch muss er zu häufig die knappe Zeit nicht nur nutzen, um seine Aufgaben zu erfüllen, sondern auch rechtzeitig zum Wiedererscheinen ein passendes Beinkleid zu besorgen. Kleine schauspielerische Highlights bieten in den Nebenrollen vor allem Henry Silva als x-mal umgedrehter Agent, der sich selbst am meisten im Wege steht sowie Howard St. John als etwas schräger Vorgesetzter Listons. Schön anzusehen ist auch Donald Pleasence, der aus Adreanu ein brutales Rumpelstilzchen macht, das vor jedem Ausbruch erstmal die Sonnenbrille zu wechseln pflegt. Gegen Ende zieht sich der Streifen dann doch etwas, aber alles in allem gibt’s gehobenen, nicht ganz so billig produzierten 6Ts-Spaß. Ein klares Ja vom Gunslinger.
| Rating: $$$$-
| Splatter:1/10
| Trailer:by thmace
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| OT: Matchless
Jahr: I 1966 R, B: Alberto Lattuada B: Piero Regnoli (“Dean Craig”), Jack Pulman, Luigi Malerba K: Sandro D’Eva M: Ennio Morricone, Gino Marinuzzi Jr. D: Patrick O’Neal, Ira v. Fürstenberg, Donald Pleasence, Henry Silva
Quelle: TV (ARD)
|  | Patrick O'Neal in der chinesischen Zentrifuge
|  | Sorrell Brooke geht gleich seines Beinkleides verlustig
|  | So ein Verhör macht trockenen Hals: Henry Silva schafft Abhilfe mit einem kühlen Blonden
|  | Ira v. Fürstenberg und ihre Gotcha-Kanone
|  | Unsichtbare rauchen scheint's immer: billige Effekthascherei ;-)
|  | Robo-Butler serviert die Martinis
|  | Donals Pleasence sucht die richtige Brille zum Wutanfall
|  | | Henry Silva präsentiert die Freisprechanlage Anno 1966 | |