Max Manus – Man of WarThis is a featured page


In den Strafraum

Inhalt:

Der Norweger Max Manus (Aksel Hennie) kämpft Anfang 1940 im sogenannten „Winterkrieg“ als Freiwilliger auf finnischer Seite gegen die Rote Armee. Als er erfährt, dass die Deutschen zwischenzeitlich Norwegen fast kampflos besetzt haben, kehrt er nach Hause zurück und schließt sich in Oslo einer Widerstandsgruppe an. Die werkelt mit mehr Enthusiasmus als Erfahrung oder gar Ausrüstung und kommt nicht über die Produktion einer illegalen Zeitung hinaus. Zu wenig für Manus, der’s den Nazis mit der Waffe in der Faust so richtig zeigen will.
Doch die schlagen als erstes zu und erwischen ihn mit Zeitungen und Knarre, was für ein Todesurteil ausreicht. Nach spektakulärer Flucht kann er sich nach Schottland absetzen und schließt sich dort einer Einheit von Exil-Norwegern an, die die Briten für den Untergrundkampf ausbilden.
Gemeinsam mit seinem Kumpel aus Osloer Tagen, Gregers Gram (Nicolai Cleve Broch), kehrt er 1943 nach Norwegen zurück und verübt zusammen mit den alten Widerstandsfreunden Sabotageakte auf Schiffe und Nazi-Einrichtungen. Doch immer dichter rückt ihnen die Gestapo auf den Pelz und dezimiert die Reihen der Widerständler, bis schließlich auch Manus’ Namen auf der Fahndungsliste des Osloer Gestapo-Chefs Fehmer (Ken Duken) auftaucht.


Zitate:

„Die Russen sind 150 Kilometer hinter die finnische Grenze gekommen; die Norweger haben zugelassen, dass die Deutschen das Land in zwei Monaten unter Kontrolle bekamen. Es war mir peinlich, Norweger zu sein.“ (Manus aus dem Off)


Die Kritik des Gunslingers:

Die Gefahr, dass die Verfilmung eines wirklichen Lebens in eine Art Schulfernsehen mündet, ist groß, und genauso ist’s auch hier passiert. Die Memoiren von Max Manus, einem in Norwegen bekannten und hoch dekorierten Widerstandskämpfer, dienten als Vorlage für das Buch des Streifens.
In seinem Bestreben, seiner Hauptfigur gerecht zu werden und dabei historisch korrekt zu bleiben scheitert der Film zumindest teilweise. Zu viele Charaktere, dazu eine Love-Story, die zwar wahr ist, aber dem Plot nüscht nutzt, Sabotage-Akte, Gruppen-Dynamik, Freundschaften sind leider nicht unter den viel zu engen Hut zu bringen. Anstatt sich auf die Figur Max Manus und sein unmittelbares Umfeld zu konzentrieren, will der Film zuviel und implodiert. Als Ergebnis bleibt er viel zu weit von den einzelnen Figuren weg, als dass man sich für sie interessieren kann. Weder wird Max Manus plastisch – Probleme und Krisen hatte der Mann in Realität ja mehr als genug - noch irgendeine andere Figur lebendig, so dass letztlich ein gut gemachter, etwas hölzerner Ausstattungsfilm übrig bleibt, der manchmal spannend, oft auch einfach zu beliebig ist.
Daher gibt’s darstellerisch ebenfalls kaum Glanzpunkte: Alle machen das, was sie das Drehbuch lässt. Auch die Schurkenseite kann nicht punkten: Ken Duken als oberster Nazi-Scherge etwa verkörpert die Obersau als notorisch bösartig raunenden Uniformträger, ohne dabei wirklich bedrohlich zu sein.


Rating: $$$


Splatter:

4/10


Trailer:

by lafferlaffer
OT:
Max Manus

AT:
Frihedskæmperen Max Manus (DÄN)


Jahr:
N/DÄN/D 2008
R:
Espen Sandberg, Joachim Rønning
B:
Thomas Noruseth-Tiller
K:
Geir Hartly Andreassen
M:
Trond Bjerknæs
D:
Aksel Hennie, Nicolai Cleve Broch, Agnes Kittelsen, Ken Duken

Quelle: DVD (Capelight) Dank fürs Rezi-Exemplar!


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... da hat es "BOOOM" gemacht, und ...


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... Ken Duken ist stinksauer



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