Mercenario – Der GefürchteteThis is a featured page


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Inhalt:

Der Tag könnte nicht besser anfangen für Sergei Kowalski (Franco Nero), genannt „Der Pole“: Die Brüder Garcia, stinkreiche mexikanische Minenbesitzer, heuern ihn an, um drei Tonnen Minensilber aus dem revolutionserschütterten Mexiko in die USA zu schaffen. Tausend Scheine Vorschuss sowie 200 lachende Dollars pro Woche plus Spesen lassen die Mexe zur Freude des Polen springen. Doch im Garcia-Bergwerk findet Kowalski nur 13 revoltierende Minenarbeiter unter Führung von Paco Román (Tony Musante) vor, die die Bergwerksleitung bereits aufgeknüpft haben. Noch dazu ist das Silber perdü: durch Sprengung unter Tage eingeschlossen. Also Schicht im Schacht. Doch Kowalskis Glückssträhne hält: Für ordentlich Zaster und einen regelmäßigen Salär von täglich 200 Dollar nimmt er die orientierungslosen Revolutionäre unter seine Fittiche, um endlich mal Grund in die Sache zu bringen und Paco zu zeigen, wie man richtig Rambazamba, also Revolución macht. Pacos Ruhm und Reichtum steigen nun mit Hilfe des Polen exponentiell, ebenso wie sich seine zuerst etwas mickrige Truppe zu einer stattlichen Armee auswächst. Doch im Grunde bleibt er, der sich inzwischen natürlich „General“ nennt, weiter nur ein kleiner Strauchdieb und ohne den ausgebufften Kowalski ein Nichts. So schlagen die verschiedenen Versuche des Generals, sich von seinem Berater zu trennen, immer wieder blutig fehl und führen nur dazu, dass sich der Pole für seine Dienste immer teurer bezahlen lässt. Paco muss trotz seines verletzten Mexikaner-Stolzes erkennen, dass er auf Kowalski nicht verzichten kann, da die mexikanische Armee alles unternimmt, um des lästigen „Revolutionärs“ habhaft zu werden. Noch dazu sind der Gangster „Curly“ (Jack Palance) und der letzte Garcia-Bruder Alfonso (Eduardo Fajardo) rachedürstend hinter Kowalski und Román her.

Zitate:

Studs (Franco Ressel): „Kowalski! Diesmal hast du’s zu weit getrieben! Du weißt: Wer mit dem Feuer spielt, der verbrennt sich die Finger.“ – Kowalski: „Ich trage Handschuhe.“

Paco: „Wen suchst du hier, Gringo?“ – K: „Alfonso Garcia.“ – P: „Das Schwein ist uns leider durch die Lappen gegangen. Das da oben ist sein Cousin: Er baumelt schon seit einem Tag und hat immer noch die hochmütige Fresse eines Kapitalisten.“

„Ich stehe immer nur auf einer Seite: auf meiner.“
(Kowalski hat glasklare Prinzipien)

Kowalski: „Was bedeutet für dich Revolution?“ – Paco: „Für mich? Die Besitzenden umbringen und ihnen das Geld wegnehmen.“ (Da ist noch eine Menge Feinschliff vonnöten)

„Wer sich um Spielregeln kümmert, der verliert.“ (Auch „Curly“ folgt gewissen Maximen)

Die Kritik des Gunslingers:

Nach mehreren Gesellenstücken legt hier Corbuccis Sergio ein erstes Meisterwerk vor und damit gleich seinen besten Italowestern. Er erreicht eine Qualität, die auch für ihn eine künftig fast unüberwindbare Messlatte darstellte. In diese selbst gesteckte Zone kann er für mein Dafürhalten später nur noch mit „Leichen pflastern seinen Weg“ vorstoßen. Hier stimmt einfach alles: Die Darsteller sind durch die Bank blendend aufgelegt, mit einem Franco Nero, der in „Django“ noch etwas steif agierte, nun aber zur Hochform aufläuft. Im Gegensatz zum späteren „Lasst uns töten, Companeros“, der ja eine ähnliche Thematik behandelt, nutzt Corbucci hier die Revolution nicht nur als Background für gehobenes Kasperletheater. Er nimmt bei allem wohldosierten Humor die Motive der geknechteten Landbevölkerung ernst und lässt Paco eine glaubhafte Entwicklung durchlaufen vom gewöhnlichen, vorteilsbedachten Kleinkriminellen zum bewussten Revolutionär. Kowalski bleibt diese Reifung versagt: Er kann seinem Ex-Partner am Ende zwar noch einen – gratis! - Freundschaftsdienst erweisen, folgt dann aber weiter und allein dem Lockruf der Dollars. Der Film ist offensichtlich mit einem richtig üppigen Budget ausgestattet, was man ihm durch das üppige Gunplay und die Statistenmengen ansieht. Die Action-Szenen sind zudem rasant inszeniert. Zur Abrundung gibt’s eine First-Class-Kamera-Arbeit und einen Spitzen-Morricone-Score, der neben den typischem Mexiko-Themen eine Menge Whistling, Trompete und Gitarre aufbietet.


Rating: $$$$$

Bodycount:

unzählbar, aber deutlich öher als 100 Gringos und Mexikaner


Explizite Brutalitäten:

  • „Curly“ lässt „überflüssige“ Mitmenschen durch seinen Schergen Sebastian (José Canalejas) liquidieren
  • Paco wird durch Alfonso Garcias Leute bis zur Halskrause eingebuddelt, um ihn zu überreiten
  • Pacos Leute lassen „Curly“ völlig nackt in der sonnendurchglühten, steinigen Einöde zurück. So macht man sich keine Freunde
  • „Curly“ steckt einem schwer verwundeten Mexikaner eine scharfe Handgranate in den Mund

Liebe:

… kommt nicht wirklich vor, obwohl Columba (Gianna Ralli) doch an ihrem Paco zu hängen scheint: 1/10


Splatter:

3/10


Spezialitäten:

  • Kowalski reißt seine Streichhölzer grundsätzlich an lebenden oder toten Mitmenschen an
  • Kowalskis Automobil dient als Schützenwagen und fahrende Bombe
  • Die Mexikaner setzen gegen die Revolutionäre ein Flugzeug ein, haben damit aber die Rechnung ohne Kowalski gemacht

Trailer:

by peacesofmydream
OT:
Il Mercenario

AT:
Salario para matár (SP)
Die gefürchteten Zwei
Die zwei Gefürchteten

Jahr:
I/SP 1968
R, B
: Sergio Corbucci
B:
Luciano Vincenzoni, Adriano Bolzoni, Sergio Spina
K:
Alejandro Ulloa
M:
Ennio Morricone
D:
Franco Nero, Tony Musante, Giovanna Ralli, Jack Palance

Quelle: TV (ARD)

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Schluck, du Sau: Eduardo Fajardo wird zu seinem Glück gezwungen, was ...


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.... Tony Musante nicht gut bekommt


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Schon wi:eder in der Bredouille: Diesmal ist Franco Nero am Drücker


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Einmal mehr zwanghafte Zuführung von Viktualien (s.o.); diesmal Milch, diesmal für Franco Ressel


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Haste mal Feuer, Meister?


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Franco Nero lässt sich's wohl sein


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Mit schönen Grüßen von Jack Palance


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Dillinger Very gefürchtet! 11 Aug 29 2008, 8:37 AM EDT by SlimNaughton
Thread started: Aug 26 2008, 5:08 AM EDT  Watch
Ja, wie der hier neulichst im Ersten lief, da lachte auch mein Herz über beide Arschbacken.

Das einzige, was mir beim Mercenario nicht so schmeckte war der Umstand, dass sich der Schluss in etlichen Etappen erst allmählich einstellen wollte. Das langsame dahinplätschern eines Endes ist nicht so meine Sache. Mir kommt das immer so vor, als hätte der Filmemacher noch einen Einfall gehabt, den er noch uuuunbedingt mit einbauen wollte, oder als ob er schlicht die Filmlänge noch was auswalzen wollen ("Hmmm... mir fehlen noch sieben Minuten, was machen wir denn da noch?").

Aber ansonsten muss ich mich dem Herrn Revolverschwinger anschließen - fünf Sterne deluxe.
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