Inhalt:Kenny Bianchi (C. Thomas Howell) kriegt im Leben nix auf die Reihe. So lebt er bei Muttern (Roz Whit) und fristet sein Dasein als Ladendetektiv in einem Klamottenladen, wo er die Furcht ertappter Kundinnen vor der Polizei schon mal ausnutzt, um diesen gepflegt an die Wäsche zu gehen. Abseits dieser kleinen Erfolgserlebnisse bewirbt er sich erfolglos bei den Cops. Als Mama Sohnemann nach Los Angeles zu Vetter Angelo Buono (Nicholas Turturro) schickt - der Luftveränderung wegen – scheint auch dieses nix zu bringen. Erfolglose Bewerbungsversuche bei den Polizeirevieren der Umgebung wechseln mit gepflegten Knattereien, wenn Angelo den Hänger mal mit unter Leute nimmt. Schließlich wird’s Angelo zu bunt, und er schmeißt den Gutsten nach ein paar Wochen raus. Kenny versucht sich nun, mit gefälschtem Uniabschluss und Promotionsurkunde als Psycho-Doc selbstständig zu machen. Hier lernt er auch die schnaffte Claire (Allison Lange) kennen, die sich in den angeblichen Arzt verliebt und die er muy rapido schwängert. Inzwischen hat Vetter Angelo eine neue Geschäftsidee für viel Geld und Spaß bei wenig Arbeit in seinem perversen Hirnkasten reifen lassen: Ein Callgirl-Ring soll’s sein, bei dem der gute Kenny mittun soll. Das lässt sich mit ein paar brutal gepressten Mädchen sogar recht gut an, bis eine Gang konkurrierender schwarzer Zuhälter das „Foxy Ladies“ hochnimmt. Um sich zu rächen, ermorden die Beiden eine Nutte (Kent Masters-King), die für die Konkurrenz anschafft. Doch besonders bei Kenny ist jetzt ein Tor geöffnet, was sich nicht mehr schließen lässt. Während zuhause seine schwangere Freundin sitzt, gehen er und Angelo immer häufiger auf Frauenjagd … und neben den Quälereien geilt sich Kenny auch an der zunehmenden Prominenz des „Hillside Stranglers“ auf. Die Beiden denken sich immer neue Torturen für ihre Opfer aus, die sie anschließend nackt in Vorgärten oder an Straßenrändern drapieren.
| Zitate:„Willst du jetzt einen auf Promi machen? Die werden noch mal einen Film über dich drehen.“ (Angelo schmeckt der zunehmende Geltungsdrangs seines Vetters gar nicht)
„Gut, steck dir den Finger in den Arsch und verreck!“
| Die Kritik des Gunslingers:Regisseur Chuck Parello folgt mit seinem Streifen tatsächlichen Geschehnissen aus den späten 70er-Jahren. Die Cousins Angelo und Kenneth brachten es als „Hillside Strangler“ – die Presse ahnte damals noch nicht, dass es sich um zwei Täter handelte – zu kurzzeitigem Ruhm. Der Streifen ist ein echter Oldschooler, der leider manchmal zu brav die Biographie des mörderischen Duos abhakt. Es mangelt an Überraschungsmomenten und wirklichem Thrill, was aber nicht bedeutet, dass der Film unspannend ist. Diese, nämlich die Spannung, zieht der Streifen vor allem aus dem feinen Spiel der beiden Hauptdarsteller C. Thomas Howell und Nicholas Turturro, letzterer übrigens Bruder des bekannteren John. Dabei entpuppt sich Kenneth Bianchi als die interessantere, weil vielschichtigere Figur: ein verdruckster, weinerlicher Kleinbürger mit Geltungsdrang, der seine gesamte Umgebung täuscht. Als die Morde zunehmend Presse-Echo erzielen, ist er es, der seinen Cousin zu immer neuen Morden treibt, obwohl der Fahndungsdruck der Polizei rasch zunimmt. Endlich fühlt der verhinderte Polizist sich ernst genommen und kann seine geheimen Machtfantasien in die Tat umsetzen. Angelo hingegen ist ein durchgeknallter Perverser, der die zuerst als Rache am System verbrämten Taten als Deckmäntelchen ansieht, um seine Triebe auszuleben. Er bleibt aber im Kern rational und ist auch bereit aufzuhören, als die Polizei den Tätern immer näher rückt und auch die Öffentlichkeit zunehmend sensibilisiert ist. Doch Kenneth ist nicht mehr zu stoppen, was den Killern letztlich zum Verhängnis wird. Die Film-Atmo atmet gepflegten 70er-Jahre-Mief, was sich meiner Meinung nach noch kräftiger im Score hätte niederschlagen können. Recht rau umgesetzt sind die Morde, wenngleich hier Freunde von Serienkiller-Kost nicht satt werden dürften. Brutaler als die Action auf der Leinwand ist hier die Haltung der Mörder, die nicht Menschen umbringen, sondern eher Fleisch abhängen. Gruselig.
| Rating: $$$$-
| Splatter:2/10
| Trailer (Szenenauswahl):by chuckparello
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| OT: The Hillside Strangler
Jahr: USA 2004 R, B: Chuck Parello B: Stephen Johnston K: John Pirozzi M: Danny Saber D: C. Thomas Howell, Nicholas Turturro, Allison Lange, Marisol Padilla Sanchez
Quelle: DVD (3L) Dank furs Rezi-Exemplar!
|  | Hätte er mal besser auf Mutti gehört: C. Thomas Howell, Roz Whit
|  | Ist die Rolex echt? Allison Lange und C. Thomas Howell
|  | CTH und Nicholas Turturro machen ...
|  | ... einen leidlich erfolgreichen Wohnzimmer-Puff auf, bis ...
|  | ... die Konkurrenz auftaucht, bei der nicht nur die Wummen waffenschein-pflichtig sind
|  | Cheeeese: Nicholas Turturro verabschiedet sich von Muttern (Lin Shaye) auf seine Art
|  | | Game over! | |