Zwei durch dick und dünnThis is a featured page


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Inhalt:

In Glenwood an der mexikanischen Grenze hat sich der Winkeladvokat Pat Barnes (Klaus Kinski) heimlich, still und leise einen Großteil des Landes der Kleinbauern unter den Nagel gerissen. Diese gaben ihre Ländereien natürlich nicht ganz freiwillig her; mithilfe eines ortsbekannten Ganoven und seiner Clique wird beim Füße in die Hand nehmen ordentlich nachgeholfen.
Zeitgleich findet der Quacksalber Bill Cannon (Tommy Polgar) aus Versehen beim Wünschelrutengehen eine Öl-Quelle auf dem kargen Land der Peones. Barnes wird sofort hellhörig und schickt gleich ein paar Schergen zum Vertreiben vorbei; diese kommen allerdings ziemlich verdroschen wieder ins heimische Gehöft zurück. Ein unbekannter Asiat namens "Shanghai Joe" (Cheen Lie) hat sich auf die Seite der Geknechteten gestellt, und den Strauchdieben mit seinen Kampfkünsten ordentlich Mores gelehrt. Inzwischen ist auch Bill in Glenwood eingetroffen und macht sich bei Barnes´ Leuten gleich unbeliebt. Gemeinsam mit Joe hilft er nun dem neuen Richter (Tom Felleghy), Barnes illegale Umtriebe aufzudecken. Der allerdings wirft die Flinte nicht so schnell ins Korn wie gewünscht, sondern hängt Joe einen Mord an und entführt dazu noch des Richters hübsch Töchterlein Carol (Karin Field)...


Die Kritik des Sargnagels:

"Die Rückkehr des Shanghai Joe"... ach wär er doch daheim geblieben. Bitto Albertinis Sequel zu Caianos "Der Mann mit der Kugelpeitsche" geriet völlig in die Binsen. Naja, eigentlich ist von Sequel auch nüscht zu spüren; bis auf Kinski ist keiner von der Originalbesetzung mehr dabei, und jeder ernstzunehmende Ansatz wurde aus der Story ausgemerzt, auch im italienischen Original bezieht sich bis auf den Titel nüscht mehr zum Vorgänger. Selbst der B-Klasse-Chinese Chen Lee aus dem ersten Teil wurde durch die peinliche C-Klasse-Kopie Cheen Lie ersetzt.
Albertini fabrizierte im Gegensatz zu Caiano eine dünne Spaghetti-Klamotte mit fader Asia-Einlage. Bezug zur Herkunft des Protagonisten wird bis auf dessen Kampfkünste jedenfalls keiner genommen;
ob der Shanghai Joe nun aus der chinesischen Hafenstadt oder aus Bottrop kommt, spielt eigentlich keine Rolle. Kinski umspielt galant seine eigentliche Hauptrolle und hält sich in den ersten zwei Dritteln dezent Stumpen rauchend zurück, hat aber wenigstens einen kurzen manischen Klasse-Auftritt zum Ende des Films.
Tommy Polgar wurde als Bud Spencer-RipOff gecastet und macht seine Aufgabe überraschenderweise auch noch am Besten von allen Darstellern, Tom Felleghy schien wenigstens bemüht, was für´s Geld zu tun. Der schon angesprochene Cheen Lie profiliert sich neben seiner völligen schauspielerischen Talentfreiheit durch eine für fernöstliche Kampfkünstler ausgesprochen seltene Hüftsteife. Auffällig am Rande: Ein Großteil des Nebencasts wirkt auch in Carnimeos Super-Trasher "Dicke Luft in Sacramento" mit.
Filmisch gibt's trocken Brot aus der Kiesgrube, und nirgendwo ist das Grenzland am Pecos so grün wie hier. Mauro Chiaris Score sollte sich wohl an den berühmten Oliver Onions orientieren; leider hätte er sich auch die passenden Sänger dafür besorgen sollen. Grade die Onions-typischen hohen Gesangslagen im Titelstück gehen in Misstönen unter, die restliche musikalische Untermalung ist einfach nur billig.
Fazit: Überflüssig wie ein Kropf. Hier gibt's nicht mal einen Trash-Bonus, der einen im Keller lachen lässt.


Rating: $$-



Explizite Brutalitäten:

  • Barnes´ Handlanger zieren den Rücken von Bill Cannon mit Peitschenstriemen
  • Eben jenes Gesindel verpasst auch Shanghai Joe ordentlich
    Schönheitskorrekturen, die abschließende Hanfkrawattenanprobe musste leider dann aber ausfallen.

Liebe:

1/10



OT:
Il Ritorno di Shanghai Joe

AT:
Return of Shanghai Joe (International)
Die Rückkehr des Shanghai Joe (deutscher DVD-Titel)

Jahr:
I 1974
R:
Bitto Albertini
B:
Bitto Albertini, Carlo Alberto Alfieri
K: Pier Luigi Santi
M: Mauro Chiari
D: Klaus Kinski, Cheen Lie, Tommy Polgar, Karin Field, Tom Felleghy

Quelle: DVD (Lisa Film)


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... haste dann den zweiten Dollar aus dem Hut gezaubert *lol*? Das liest sich ja wirklich wie eine lupenreine Bruchlandung.
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